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Bericht aus der Aller-Zeitung vom 20.11.2006

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An diesem Tag wurde das folgende Programm gespielt:

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Immer noch Waschbrett, Banjo - und der Teufelsgeiger

Addis Mannen skiffelten in der Kniestedter Kirche heiter
zum 30-jährigen Jubiläum - „Das ist hier fast schon eine Familie”

Von Jörg David

SALZGITTER-BAD. „Das ist hier fast schon eine Familie.” So wie Detlef Tschinke dachten viele Besucher des Jubiläums-Konzerts von Addis Skiffle Company in der bestens besuchten Kniki. Seit 30 Jahren halten etliche Fans der Thieder Truppe die Treue -und werden dafür mit unterhaltsamen Abenden belohnt.

Ja, ja: „Schön war die Zeit!” Addis Mannen selbst zogen singend Bilanz. Wolfgang Poerschke bearbeitet immer noch das Waschbrett, das einst einer Berliner Reinigungskraft gedient haben soll. „Addis Banjo dagegen ist aus Taiwan.”

Addi alias Reiner Adler bleibt die Antwort nicht lange schuldig, ehe die Company einem weiteren Song ihren persönlichen Charakter verleiht. Sie können aber auch nachdenklich. Die Ballade „Weit, weit weg” zum Beispiel. Das Stück mit einem tollen Solo des polnischen Gitarristen Zenon Chodorowski sorgt fast für Gänsehautgefühl.
Doch wenig später zieht das Tempo wieder an, spielt Teufelsgeiger Zbiginiew Adamczak unwiderstehlich auf. Derweil zupft Bernd Galetzka unerschütterlich an seinem Teekistenbass, während Roman Gabrisch den feinen Gitarrensound komplettiert. Sollte sich mal jemand verspielen, behandeln die Fans das nachsichtig. Die Skiffle Company überwindet sowohl musikalische wie politische Grenzen, im Saal sitzen Funktionsträger jedweder Couleur. „Die gemütliche Atmosphäre ist unvergleichlich in dieser verschworenen Gemeinschaft”, schwärmt Fan Marlies Mende.

Am 21. Februar 2004 nehmen wir Fotos für unser neues Plakat auf. Dank an Erika und Klaus Harenberg!

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Ankuendigung_Kniki

Am Morgen des 13. Dezember 2002 leerte ich den Briefkasten und hielt plötzlich einen Brief aus Australien in der Hand. Ich dachte noch, dass es komisch sei, weil der Brief zwar eine Briefmarke aufgeklebt hatte, diese aber nicht abgestempelt war. Auch der Absender, ein gewisser Mr. J. Rippley aus Brisbane, war mir vollkommen unbekannt.

Da sich meine Frau längere Zeit in dieser Gegend beruflich aufhielt, und wir öfter Briefe aus Australien bekamen, war es zunächst nichts Besonderes. Erst beim Lesen des Briefes wurde mir klar, wer sich dahinter verbergen könnte. Außer einem Text enthielt der Brief eine der berühmten Känguru-Federn, die man bekanntlich bei einigen seltenen Arten, ganz tief, links unten in der Bauchtasche des Kängurus finden kann.

Wieso eine Känguru-Feder?
Nun, meine Frau brachte mir 1987 aus Australien einen schönen australischen Hut, einen echten Acubra-Hat mit. Diesen trug ich bei den Auftritten und irgendwann wurde von einem Fan gefragt, von welchem Tier denn die Federn sein könnten, die an dem Hut angebracht waren. Was lag näher, als die Geschichte zu erzählen, dass diese Federn die ausgesprochen seltenen Känguru-Federn wären, die tief unten in der Bauchtasche eines weiblichen Tieres dieser Art wachsen würden?

Warum dieser Brief?
Zum Ende eines erfolgreichen Auftrittes während des Altstadtfestes in Salzgitter-Bad kam im Publikum die Idee auf, für uns etwas Geld zu sammeln, damit wir noch eine Zeit lang spielen sollten. Kurzerhand wurde mir mein wertvoller, echter australischer Hut mit den seltenen Känguru-Federn vom Kopf genommen, um diesen als Sammelbehälter zu nutzen. Ich hatte zwar versucht, dagegen Einspruch zu erheben, wurde aber nicht erhört. Die Familie Tschinke war es, die mit dem Hut herumging. Als dieser schließlich mit etwas Geld zurück an der Bühne ankam, musste ich erschreckt feststellen, dass die wertvollen Känguru-Federn samt Lederband vom Hut fehlten! Jeder kann sich mein Entsetzen vorstellen - was sollte ich nur meiner Frau sagen, die schließlich diesen Hut von der anderen Seite der Welt mitgebracht hatte. Die Familie Tschinke machte sich sofort auf die Suche, aber in dem Gewühl und in der Dunkelheit gab es keine Chance, die Federn sowie das Lederband wieder zu finden.

Meine Enttäuschung über den Hergang der Dinge dieses Abends konnte mir die Familie Tschinke wahrscheinlich aus meinem Gesicht ablesen. Wann würde ich denn jemals wieder die Chance haben, einige dieser seltenen Feder-Exemplare für meinen Hut zu bekommen? Einige Jahre (!!!) nach diesem schmerzhaften Verlust der Känguru-Federn kam dieser Brief:

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briefumschlag_australien

Herzlichen Dank an Familie Tschinke für den erfolgreichen Gag!